Kundenanforderung & Störungsbild
Der Kunde forderte einen <strong>dringenden Notdiensteinsatz zur Behebung einer Betriebsstörung an einem 10t-Brückenkran</strong> an. Beim regulären innerbetrieblichen Lastentransport trat eine gefährliche Fehlfunktion auf: <strong>Der Kranhaken lief auch nach dem Loslassen des Tasters weiter abwärts</strong> (mangelndes sofortiges Halten).
Dieser Zustand verhinderte ein sicheres Absetzen der Bauteile und stellte ein akutes Absturz- und Quetschrisiko für die Mitarbeiter am Boden dar.
Durchgeführte Arbeiten & Instandsetzung
Nach Absicherung des Gefahrenbereichs und vorschriftsmäßiger Netztrennung (Freischalten/LOTO) des Krans fuhr unser Fachtechniker mit einer <strong>Elektro-Hubarbeitsbühne</strong> unter Verwendung von PSAgA (Kategorie III) zum Hubwerk auf.
Bei der messtechnischen Überprüfung des Hubwerks wurde eine <strong>Fehlfunktion der elektro-mechanischen Hubbremse</strong> durch ein unzulässig aufgeweitetes Lüftspiel festgestellt. Daraufhin erfolgte die <strong>fachgerechte Nachstellung von Lüftspiel und Reibbelag</strong> gemäß Herstellervorgaben, wodurch die korrekte Federvorspannung und das verzögerungsfreie Ansprechen wiederhergestellt wurden.
Technische Hinweise & Empfehlungen
Kranbremsen verfügen über Reibbeläge, die im laufenden Betrieb natürlichem Verschleiß unterliegen. Diese Baugruppen erfordern zyklische Kontrollen: Bei regelmäßiger vorbeugender Wartung wird das kritische Lastabsacken zuverlässig vermieden und die Betriebssicherheit ohne Stillstandszeiten gewahrt.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die vorgenommene Nachstellung den <strong>letzten nutzbaren Einstellweg</strong> der Nachstellvorrichtung darstellt. Bei erneutem Verschleiß ist kein weiteres Nachjustieren mehr zulässig: Es muss <strong>zwingend der Bremsbelag oder die komplette Bremseinheit ausgetauscht werden</strong>. Ein Weiterbetrieb über diesen Grenzwert hinaus birgt akute Absturzgefahr.