Der Einträger-Brückenkran ist die wirtschaftlichste und leichteste Lösung für Standard-Tragfähigkeiten (üblicherweise bis 10–12,5 Tonnen) und Spannweiten bis ca. 25 Meter. Er eignet sich ideal, wenn die lichte Hallenhöhe unterhalb der Dachbinder ausreichend ist und das Eigengewicht des Krans auf Stützen und Hallenkonstruktion minimiert werden soll. Der Zweiträger-Brückenkran ist dagegen unverzichtbar für höhere Traglasten (bis über 100 Tonnen), sehr große Spannweiten (über 25–30 Meter) oder wenn der nutzbare Hakenweg maximiert werden muss, da die Laufkatze oben auf den Hauptträgern aufsitzt statt am Unterflansch des Trägers abgehängt zu sein.
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1. Einträger- und Zweiträger-Brückenkrane
Konstruktion, Norm DIN EN 15011, Tragfähigkeiten, Spannweiten, Spurweiten und technische Auswahlkriterien.
GCrane konstruiert und fertigt Einträger-Brückenkrane mit Tragfähigkeiten von 1 t bis 16 t und Spannweiten bis zu 28 Metern sowie Zweiträger-Brückenkrane für Traglasten von 5 t bis über 100 Tonnen mit Spannweiten von mehr als 35 Metern. Jede Struktur wird kundenspezifisch mittels Finite-Elemente-Methode (FEM) unter strikter Einhaltung der Kranbaunormen DIN EN 15011 und DIN EN 13001 berechnet und dimensioniert.
Beim Zweiträger-Brückenkran verfährt die Seilzug- oder Windenlaufkatze auf Schienen, die auf den Obergurten der beiden Hauptträger aufgeschweißt sind (oder in abgesenkter Bauform zwischen den Trägern geführt werden). Dadurch kann das Lasthaken-Geschirr bis zur Trägeroberkante angehoben werden, wodurch im Vergleich zu einem Einträgerkran gleicher Tragfähigkeit durchschnittlich 60 bis 120 cm an nutzbarem Hakenweg gewonnen werden – ein entscheidender Vorteil in Hallen mit begrenzter Bauhöhe.
Die Spurweite (bzw. das Schienenmittenmaß) ist der präzise Achsabstand zwischen den Mitten der beiden Kranbahnschienen, auf denen die Kopfträger des Krans verfahren. Eine millimetergenau eingemessene Spurweite verhindert ungleichmäßigen Verschleiß an den Radkränzen (Spurkränzen), Schiefstellung, Klemmen oder Krangieren (Schlingern) der Brücke sowie unzulässige Horizontalkräfte auf die Kranbahnträger und die Hallenstatik.
GCrane setzt auf redundante Infrarot-Lichtschranken oder optische Lasersensoren der Laserklasse 1. Nähern sich zwei Brückenkrane einem vordefinierten Abstand (z. B. 6–10 Meter), erzwingt das Sicherheitssystem zunächst eine automatische Verzögerung auf Schleichgang und anschließend den sicheren Halt der Kranfahrt im definierten Sicherheitsabstand (z. B. 2–3 Meter). Dies verhindert harte mechanische Stöße auf die Puffer zuverlässig.
GCrane stellt eine detaillierte Raddrücketabelle zur Verfügung. Diese enthält die maximalen statischen und dynamischen Vertikalkräfte pro Rad (Pmax) inklusive Schwingbeiwert, die minimalen Radlasten (Pmin) bei Leerfahrt, Querkräfte aus Massenträgheit und Schiefstellung sowie Längskräfte aus Bremsung und Pufferstoß gemäß DIN EN 1991-3 (Eurocode 1-3) – unverzichtbare Kenngrößen für den Tragwerksplaner der Halle.
Seilzüge in kurzer Bauhöhe (Short Headroom) sind kompakte Einschienenkatzen, bei denen Seiltrommel und Hubwerkskörper seitlich neben dem Trägersteg statt darunter angeordnet sind, ausgeglichen durch ein Gegengewicht auf der Gegenseite. Dadurch kann die Hakenflasche bis auf wenige Zentimeter an den Trägerunterflansch des Einträgerkrans heranfahren, was die nutzbare Aufnahmehöhe und den Hakenweg bei niedrigen Hallen erheblich vergrößert.
Typische Geschwindigkeiten mit Vektor-Frequenzumrichtersteuerung sind: Heben von 0,8 bis 8 m/min (im Teillast- oder Schnellhubbereich bis 12–16 m/min); Katzfahrt stufenlos von 2 bis 20 m/min; Kranfahrt stufenlos von 4 bis 40 m/min (bzw. bis 60 m/min bei Kanzelsteuerung). Dank der stufenlosen Frequenzumrichter-Regelung lässt sich jede Bewegung ruckfrei und millimetergenau ohne Lastpendeln steuern.
Ja. Für Freigelände-Installationen oder aggressive Industrieumgebungen (z. B. Galvanik, Chemie) setzt GCrane zertifizierte Korrosionsschutz-Beschichtungssysteme der Klassen C4 oder C5-M gemäß DIN EN ISO 12944 ein. Die Ausrüstung umfasst Wetterschutzdächer für Hebezeug und Getriebemotoren, Edelstahlschaltschränke (V2A/V4A bzw. AISI 304/316L) in Schutzart IP66 mit Stillstandsheizungen gegen Kondensat, verzinkte und spezialgefettete Stahlseile sowie korrosionsgeschützte Laufräder.
Der Kettenzug ist kompakt, wirtschaftlich und wird vorrangig für Tragfähigkeiten bis 5 Tonnen und moderate Hubhöhen an festen Arbeitsplätzen oder an Schwenkkranen eingesetzt. Der Elektroseilzug bietet dagegen höhere Hubgeschwindigkeiten, große Hakenwege bis über 40 Meter, vollkommen ruckfreien Hublauf und minimalen mechanischen Verschleiß bei hoher Schalthäufigkeit. Er bildet den Industriestandard für Brückenkrane im anspruchsvollen Mehrschichtbetrieb.
Die Norm schreibt vor, dass die statische elastische Durchbiegung unter maximaler Nennlast bei Hubwerksposition in Feldmitte den Wert von 1/700 (bzw. 1/800 bei schwerem Einsatz und bis zu 1/1000 bei hochpräzisen Montagekranen) der Stützweite nicht überschreiten darf. Zudem wird der Kranträger werkseitig mit einer gezielten statischen Überhöhung (Vorwölbung) gefertigt, die das Trägereigengewicht kompensiert und unter Volllast eine ebene Fahrbahn gewährleistet.
Die Klassifizierung (z. B. FEM 2m/ISO M5, FEM 3m/ISO M6 oder FEM 4m/ISO M7) definiert das Lastkollektiv (wie häufig der Kran mit Volllast betrieben wird) und die durchschnittliche tägliche Laufzeit. Die korrekte Auslegung der Triebwerks- und Beanspruchungsgruppe nach FEM 1.001 bzw. DIN EN 13001 / ISO 4301 stellt sicher, dass Getriebe, Lager, Seiltrieb und Stahlbau ihre rechnerische Lebensdauer von 10 bis 20 Jahren ohne Dauerbruch- und Ermüdungsschäden erreichen.
Ja, GCrane realisiert regelmäßig Zweikatzen-Brückenkrane. Die beiden Fahrwerke können vollkommen unabhängig voneinander oder im synchronisierten Tandembetrieb (sowohl beim Heben als auch beim Katz- und Kranfahren) betrieben werden. Dies ermöglicht das sichere Heben, Transportieren und Wenden von Langgut, Schweißbaugruppen oder schweren Presswerkzeugen mit höchster Präzision.
Die Krane sind am Seiltrommelabgang mit Getriebe-Endschaltern ausgestattet, die die oberste und unterste Hakenstellung sicher begrenzen, ergänzt durch einen übergeordneten Not-Endschalter (Gewichts-Endschalter) für den oberen Not-Halt. Für Katz- und Kranfahrt kommen zweistufige bistabile Rollenhebelschalter oder berührungslose Näherungsinitiatoren zum Einsatz: Die erste Stufe schaltet auf Schleichgang zurück, die zweite Stufe stoppt die Bewegung vor dem Erreichen der Elastomer-Puffer ab.
Jeder Brückenkran wird mit vollständiger technischer Dokumentation ausgeliefert: CE-Konformitätserklärung gemäß EG-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Betriebsanleitung und Wartungshandbuch in der Kundensprache, Kran-Prüfbuch (für wiederkehrende Prüfungen nach BetrSichV / DGUV V52 bzw. D.Lgs. 81/08), allpolige Stromlaufpläne, As-Built-Zeichnungen mit Auflagerkräften sowie Werks- und Prüfzeugnisse aller sicherheitsrelevanten Komponenten (Drahtseile, Lasthaken, Motoren).
2. Schwenkkrane und Arbeitsplatzsysteme
Säulenschwenkkrane, Wandschwenkkrane, Knickarmausleger, Fundamente und motorisierter Schwenkantrieb.
Der Säulenschwenkkran besitzt eine freistehende, eigenständige Tragsäule, die mittels Fundamentankern oder spezieller Verbundankerplatte auf dem Hallenboden befestigt wird und üblicherweise einen Schwenkbereich von bis zu 270° oder endlos 360° bietet. Der Wandschwenkkran nutzt vorhandene Hallenstützen aus Stahlbeton oder Stahl über Klemmkonsolen oder Durchgangsbolzen. Er bietet einen Schwenkbereich von 180° bis 200°, beansprucht keinerlei Bodenfläche, erfordert jedoch zwingend den statischen Nachweis der Stützenbelastung.
GCrane fertigt Standard-Schwenkkrane für Tragfähigkeiten von 125 kg bis 5.000 kg mit Ausladungen von 2 bis 8 Metern. Für Schwerlastanwendungen realisieren wir Sonderkonstruktionen mit Traglasten bis 10–15 Tonnen mit Kastenprofilauslegern und frequenzumrichtergesteuertem elektrischem Schwenkantrieb.
Ein motorischer Schwenkantrieb wird dringend empfohlen, wenn die Traglast 2 Tonnen übersteigt, die Ausladung mehr als 5–6 Meter beträgt oder sperrige Güter mit hoher Massenträgheit bzw. Windangriffsfläche bewegt werden. Der frequenzgeregelte Drehwerksantrieb garantiert sanftes Anfahren und Bremsen ohne Lastpendeln und entlastet den Bediener ergonomisch vollständig.
Bei geringeren Traglasten und tragfähigen Industrieböden aus Stahlbeton (Betongüte mindestens C20/25 bzw. Rck >= 25 N/mm² und Plattendicke ab 15–20 cm) kann eine Zwischenfußplatte mit bauaufsichtlich zugelassenen Schwerlast-Verbundankern eingesetzt werden. Für höhere Traglasten oder Standardböden ist die Erstellung eines bewehrten Einzelfundaments mit Bewehrungskorb und Ankerschablone gemäß den Fundamentplänen von GCrane zwingend erforderlich.
Ja, absolut. GCrane liefert kraftschlüssige Reibungsklemmen und Umfassungskonsolen, die aus hochfesten Gewindestangen und profilierten Gegenplatten bestehen und die Hallenstütze form- und reibschlüssig umschließen. Dadurch werden Bohrarbeiten und Beschädigungen der Bewehrungseisen im Beton vermieden, unter voller Beachtung der statischen Auflagen des Tragwerksplaners.
Ein Knickarmausleger besteht aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Auslegerarmen, die die Bewegung eines menschlichen Arms nachbilden. Er ist die optimale Lösung, wenn am Arbeitsplatz vertikale Störkonturen (z. B. Rohrleitungen, hohe Bearbeitungszentren, Hallenunterzüge) den Radius eines starren geraden Trägers blockieren würden, und ermöglicht das mühelose Umfahren von Hindernissen sowie das Erreichen toter Winkel.
Der Standardschwenkbereich eines Säulenschwenkkrans liegt bei 270°, während Wandschwenkkrane bauartbedingt 180° bis 200° erreichen. Für einen endlosen 360°-Schwenkbereich ohne Drehwinkelbegrenzung integriert GCrane im Säulenkopf einen gekapselten Schleifringkörper, der die Spannungsversorgung unterbrechungsfrei an Ausleger und Hebezeug überträgt, ohne dass Stromkabel verdrillt werden.
Die Energie- und Steuerstromzuführung zur Fahrkatze erfolgt üblicherweise über eine Kabel-Schleppanlage mit kugelgelagerten Leitungswagen auf einem verzinkten C-Profil (oder einer Aluminiumschiene) bzw. über eine geschützte Energieführungskette. Flammwidrige Flachbandleitungen gewährleisten höchste Betriebssicherheit bei minimalem seitlichem Bauraum und Durchhang.
Weil sie einzelne Arbeitsstationen (wie CNC-Bearbeitungszentren, Schweißplätze oder Montagelinien) vollkommen autark bedienen. Maschinenbediener müssen nicht warten, bis der zentrale Brückenkran verfügbar ist. Dies eliminiert innerbetriebliche Engpässe und verringert unproduktive Wartezeiten um bis zu 40 %.
GCCrane bietet einstellbare oder feste mechanische Schwenkanschläge mit dämpfenden Elastomerpuffern am Drehlagerkranz sowie elektromechanische Dreh-Endschalter mit Vorabschaltung (Verzögerung) und Endabschaltung für motorisierte Krane. Dadurch wird der Schwenkbereich exakt eingegrenzt, um Kollisionen mit Hallenwänden, Säulen oder Nachbarmaschinen auszuschließen.
Ja. Neben klassischen Elektrokettenzügen stattet GCrane Schwenkkrane auch mit pneumatischen Druckluft-Kettenzügen (optimal für explosionsgefährdete ATEX-Bereiche) oder Seil-Balancern und Lastmanipulatoren mit Schwebesteuerung (Zero-Gravity-Funktion) für hochfrequente Pick-and-Place-Vorgänge und ergonomisches Teilehandling aus.
Eine präzise lotrechte Ausrichtung ist unerlässlich, damit der Ausleger nicht durch Schwerkrafteinfluss selbsttätig in den tiefsten Punkt abdriftet. Die GCrane-Säulenfüße verfügen über Justierschrauben sowie mikrometrisch einstellbare Gegenmuttern. Nach der Feinjustierung wird der Spalt mit hochfestem, quellfähigem und schwindfreiem Vergussmörtel kraftschlüssig untergossen.
Ein Schwenkkran dreht sich um eine feste vertikale Achse und bedient eine kreis- oder kreissegmentförmige Fläche. Ein Halbportalkran verfährt hingegen linear: Ein Kopfträger läuft auf einer hochgelegenen Hallenwandkranbahn, während die bodenseitige Portalecke auf einer Bodenschiene oder direkt auf dem Hallenboden geführt wird. Er erschließt somit ein langes, rechteckiges Arbeitsfeld parallel zur Wand.
Vor der Installation eines Säulenschwenkkrans mit Verbundankerplatte prüfen die Fachtechniker von GCrane die Betonplattendicke, eventuelle Dämmschichten im Unterbau, die Festigkeitsklasse des Betons und führen bei Bedarf Auszugsprüfungen (Pull-Out-Tests) an Probeankern durch, um das Biegemoment unter maximaler Last an äußerster Ausladung rechnerisch und messtechnisch sicher nachzuweisen.
Alle Schwenkkrane von GCrane werden mit offizieller CE-Kennzeichnung, Betriebsanleitung, statischen Fundamentlastberechnungen und Prüfbuch ausgeliefert (gemäß Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und BetrSichV / DGUV V52 bzw. D.Lgs. 81/08). Bei Tragfähigkeiten über 200 kg sind in bestimmten Ländern zudem behördliche Erstinbetriebnahmen oder Registrierungen (wie CIVA/INAIL in Italien bzw. wiederkehrende Sachverständigenprüfungen) vorgeschrieben.
3. Kran-Bausätze für weltweite Kranbauer
Kopfträger, Fahrwerke, Hebezeuge, Kransteuerungen und Fertigungszeichnungen für den Trägerbau vor Ort.
Der GCrane-Kranbausatz (Crane Kit) ist ein komplettes Engineering- und Komponentenpaket für Stahlbau- und Kranbaubetriebe weltweit. Wir liefern alle elektromechanischen Kernkomponenten: motorisierte Kopfträger mit Laufrädern und Getriebemotoren, Seil- oder Kettenzug, anschlussfertig vorverdrahtete Frequenzumrichter-Kransteuerung, Schleppkabel-Stromzuführung, Funkfernsteuerung und Hängetaster sowie die vollständigen Werkstatt-Fertigungszeichnungen und Statikberechnungen, damit der Partner vor Ort die Kranbrücke selbst herstellen kann.
Der Standardumfang des Bausatzes umfasst: 1) Zwei betriebsfertige Kopfträger mit vergüteten Stahl-Laufrädern, Getrieben und Motoren; 2) Seil- oder Windenhebezeug komplett mit Unterflasche und Drahtseil; 3) Kran-Schaltschrank mit Montagekonsolen; 4) Stromzuführung entlang der Kranbrücke (C-Schiene, Leitungswagen, flexible Flachkabel); 5) Industrie-Funkfernsteuerung und Reserve-Hängetaster; 6) Endschalter und Elastomer-Puffer; 7) Statische Dokumentation und Schweißfolgepläne für den Brückenträger.
Ja, das ist unser zentraler Mehrwert. Unsere Konstruktionsabteilung übermittelt dem Kranbauer detaillierte CAD-Werkstattzeichnungen (für Walzprofile IPE/HEB oder geschweißte Hohlkastenträger mit innenliegenden Steifen und Schotten), einschließlich Stahlsorten-Spezifikation, Schweißfolgen, Kopfplatten-Schraubverbindungen und Durchbiegungsnachweisen nach EN- und FEM-Normen.
Der Vorteil ist beträchtlich: Der Überseetransport eines kompletten Krans mit 20 oder 30 Metern Spannweite erfordert teure Schwertransporte oder Spezialcontainer (Open Top / Flat Rack) mit extremen Frachtkosten. Mit dem GCrane-Kit werden alle High-Tech-Komponenten kompakt in Holzkisten in Standard-Seecontainern oder Lkw transportiert. Der Stahlträger wird vor Ort beschafft und geschweißt – das senkt die Frachtkosten um bis zu 70 % und maximiert die lokale Wertschöpfung.
Die Kopfträger werden auf Basis der maximalen Radlast (Pmax), der Kran-Spannweite, des Radstands (mit einem bewährten Radstand-zu-Spannweite-Verhältnis von 1/5 bis 1/7 zur Vermeidung von Krangieren/Schräglauf) und des Schienenprofils (Vierkantstahl, Kranschiene nach DIN 536 oder Vignolschiene) exakt berechnet und ausgelegt.
Ja. Alle GCrane-Kranschaltschränke werden vor dem Versand komplett montiert, programmiert und strengen Funktions-, Isolations- und Spannungsfestigkeitsprüfungen unterzogen. Sie verfügen über nummerierte Industrie-Steckverbinder, beschriftete Reihenklemmen und detaillierte Stromlaufpläne, wodurch die Verkabelung auf der Kranbrücke fehlerfrei und zeitsparend erfolgt.
Abhängig von geforderter Spannweite und Traglast umfassen unsere Zeichnungssätze: Träger aus handelsüblichen Walzprofilen (IPE, HEA, HEB, teils mit Obergurtverstärkung), geschweißte Vollwand-Kastenträger für mittlere und große Spannweiten sowie Fachwerkträger für Sonderprojekte oder Freiluftanwendungen mit hoher Windlast.
GCrane stellt einen Schritt-für-Schritt-Prüfleitfaden bereit: Prüfung der Maßhaltigkeit und geometrischen Ausrichtung, Ebenheitsmessungen, statische Überlastprüfung (+25 %), dynamische Funktionsprüfung (+10 %) sowie eine Checkliste für die CE-Gesamtkonformität. Darüber hinaus unterstützen unsere Kranbau-Ingenieure per Video-Fernwartung oder direkt vor Ort.
GCrane-Kranbausätze sind weltweit erfolgreich im Einsatz: in ganz Europa, im Nahen Osten, Nordafrika, Lateinamerika und Südostasien. Wir kooperieren partnerschaftlich mit lokalen Stahl- und Kranbauern, die ihr Produktportfolio um Kransysteme nach europäischem Qualitätsstandard zu wettbewerbsfähigen Preisen erweitern möchten.
Wir verbauen hocheffiziente Flachgetriebe- oder Kegelradgetriebemotoren, gesteuert über Frequenzumrichter (oder polumschaltbar), ausgerüstet mit elektromagnetischen Federkraft-Scheibenbremsen (Ruhestromprinzip). Die robusten Gehäuse aus Grauguss oder Aluminium sind lebensdauergeschmiert; gehärtete und geschliffene Verzahnungen sorgen für höchste Laufruhe.
Im Kit enthalten sind Industrie-Funkfernsteuerungen wahlweise mit ergonomischen Joysticks oder Zweistufentastern, elektronischem Sicherheitsschlüssel und Not-Halt-Abschaltung nach Kat. 4 / PL e. Die HF-Module werden exakt auf die gesetzlichen Funkzulassungen des Bestimmungslandes abgestimmt geliefert (z. B. 433/868 MHz für Europa, 915 MHz für Nord-/Südamerika).
Selbstverständlich. Neben Standard-Bausätzen mit Kompakt-Seilzügen bieten wir komplette Bausätze für schwere Windenlaufkatzen (Open Winch) für Traglasten bis über 100 Tonnen an – komplett mit genuteter Seiltrommel, schwerem Hauptgetriebe, Hubmotor, Betriebsbremse und zusätzlicher elektrohydraulischer Sicherheits-Scheibenbremse direkt an der Trommel.
Sämtliche elektromechanischen Baugruppen werden in verschweißten Alu-Verbundfolien-Sperrschichthauben unter Zugabe von Trockenmitteln gegen korrosive Salzluft vakuumverpackt. Die Lagerung erfolgt in begasten, hitzebehandelten Sperrholzkisten gemäß Standard ISPM-15, ausgelegt für monatelangen Seetransport im FCL- oder LCL-Container.
Alle Bausatz-Komponenten besitzen 24 Monate Werksgarantie von GCrane. Verschleiß- und Steuerungsteile (Bremsen, Wälzlager, Schaltschütze, Frequenzumrichter) stammen von führenden europäischen Markenherstellern und sind weltweit über Standard-Lieferketten verfügbar – ohne Bindung an proprietäre Insellösungen.
Ja, wir unterstützen OEM-Lieferungen im White-Label- oder Co-Branding-Verfahren. Schaltschränke, Seilzüge und Kopfträger können im gewünschten RAL-Farbton des Partners lackiert werden. Auch die Konstruktions- und Prüfdokumente stellen wir auf Wunsch mit dem Firmenlogo des Partners aus.
4. Kransteuerungen & Automatisierung
Frequenzumrichter mit Vektorregelung, Sicherheits-SPS, Tandembetrieb, Industrie 4.0 und moderne Diagnose.
Kran-Schaltschränke müssen nach DIN EN 60204-32 (VDE 0113-32: „Sicherheit von Maschinen – Elektrische Ausrüstung von Maschinen – Teil 32: Anforderungen für Hebezeuge“) projektiert, gefertigt und geprüft werden, ergänzt durch die Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU und die EMV-Richtlinie 2014/30/EU.
Ja, absolut. GCrane projektiert Schaltschränke sowohl auf Basis bewährter GCrane-Standards als auch exakt nach den Lastenheften, Werksnormen und Schaltplänen des Auftraggebers. Dabei binden wir bevorzugte Komponentenhersteller (z. B. Siemens, Schneider Electric, ABB, Omron) flexibel ein.
Der Einsatz von Vektor-Frequenzumrichtern bei Hubwerk, Katz- und Kranfahrt bietet entscheidende Vorteile: 1) Vollkommen ruckfreies Anfahren und Abbremsen; 2) Nahezu vollständige Eliminierung des Lastpendelns; 3) Drastische Verringerung des Verschleißes an Bremsen, Getrieben und Laufrädern; 4) Energieeinsparung von bis zu 35 %; 5) Millimetergenaue Positionierung der Last.
Beim Senken arbeitet der Hubmotor als Generator. GCrane-Kransteuerungen verfügen über integrierte Brems-Chopper und hochbelastbare, gekapselte Bremswiderstände, die diese Rekuperationsenergie sicher in Wärme umwandeln. Optional integrieren wir regenerative Rückspeiseeinheiten (Active Front End / AFE), die die Bremsenergie sauber ins betriebliche Stromnetz zurückspeisen.
Standardmäßig fertigt GCrane Schaltschränke in Schutzart IP55 aus pulverbeschichtetem Stahlblech mit nahtlos geschäumten Polyurethan-Dichtungen. Für Freigelände, Gießereien, Stahlwerke oder Beizanlagen mit korrosiven Dämpfen liefern wir Edelstahlgehäuse (V2A / V4A bzw. AISI 304/316L) in Schutzart IP65/IP66, ausgerüstet mit Luft-Luft-Wärmetauschern oder geschlossenen Schaltschrank-Kühlgeräten.
Unsere Steuerungen integrieren redundante Sicherheits-Schaltgeräte oder fehlersichere Sicherheits-SPS (SIL 3 / PL e nach DIN EN ISO 13849-1). Diese überwachen den Not-Halt-Kreis, Zugangstüren und Revisionspodeste der Kranbahn, Not-Endschalter sowie die Stillstandswächter zur sicheren Bremsenansteuerung.
Bei tandemfähigen Steuerungen kommunizieren die Steuerungen oder Funkempfänger über einen redundanten Feldbus bzw. eine fehlersichere bidirektionale Funkstrecke. Absolutwertgeber erfassen fortlaufend Position und Geschwindigkeit beider Haken. Das System regelt die Beschleunigungs- und Bremsrampen millimetergenau ein; bei einer Positionsabweichung oberhalb der Schaltschwelle werden beide Antriebe unverzüglich sicher gestoppt.
Ja, GCrane rüstet Steuerungen auf Wunsch mit farbigen HMI-Touchpanels aus. Diese visualisieren in Echtzeit: aktuelle Lastanzeige der Überlastsicherung, Betriebsstunden und Lastzyklen, detaillierte Alarmmeldungen und Fehlerhistorie, Sensor- und Endschalterzustände sowie die automatische Berechnung der rechnerischen Restnutzungsdauer (SWP - Safe Working Period).
Selbstverständlich. Wir statten die Kranschaltschränke mit industriellen IoT-Gateways (Ethernet, WLAN oder 4G/5G) und standardisierten Schnittstellen wie OPC-UA, Modbus TCP/IP und MQTT aus. Dies ermöglicht die nahtlose Anbindung an übergeordnete MES-/ERP-Systeme sowie Fernwartung und Ferndiagnose durch unsere Servicetechniker in Echtzeit.
Die Verkabelung erfolgt in abnehmbaren geschlossenen Blechkanälen oder verzinkten Schwerlast-Kabelpritschen. Verwendet werden hochflexible, flammwidrige und ölbeständige Leitungen (nach VDE/EN-Normen), die mit dauerhaften Klemmenbezeichnungen und Aderendhülsen exakt nach den As-Built-Stromlaufplänen nummeriert sind – für schnellste Wartung und Fehlersuche.
Wir integrieren Funksysteme weltweit führender Hersteller wie Autec, HBC-radiomatic oder Hetronic. Zur Wahl stehen ergonomische Handsender mit zweistufigen Drucktastern sowie Bauchladensender mit proportionalen Kreuz- und Linear-Joysticks für anspruchsvolle Kranfunktionen, wie die Steuerung von Lasthebemagneten, Zangen oder Greifern.
Alle Hub- und Fahrantriebe sind mit mechanischen Federkraft-Sicherheitsbremsen (Ruhestrombremsen) ausgerüstet. Bricht die Versorgungsspannung zusammen, drücken vorgespannte Druckfedern die Bremsbeläge blitzschnell gegen die Bremsscheiben, sodass die schwebende Last und alle Fahrbewegungen sofort und absturzsicher arretiert werden.
Ja, dies ist eine der wirtschaftlichsten Maßnahmen im Rahmen eines elektrischen Kran-Revampings. Durch den Austausch der verschleißanfälligen Schütz-Schaltstufen gegen moderne Frequenzumrichter wird der Kran auf den neuesten Stand der Technik und Normung gebracht. Schläge im Antriebsstrang werden eliminiert und die Lebensdauer von Stahlbau, Getrieben und Motoren signifikant verlängert.
Vor Verlassen des Werks wird jeder Schaltschrank den Stückprüfungen nach DIN EN 60204-32 unterzogen: Durchgängigkeitsprüfung des Schutzleitersystems (PE), Isolationswiderstandsprüfung (mit 500 V DC) und Hochspannungsprüfung / Spannungsfestigkeitsprüfung (mit 1.000 V AC für 1 Sekunde), dokumentiert in einem kalibrierten Werksprüfprotokoll.
Zu jedem Schaltschrank gehört eine doppelte gedruckte Ausfertigung in der Schaltschranktür-Dokumententasche sowie ein digitaler Datensatz (PDF und CAD/DWG / EPLAN). Die Dokumentation umfasst allpolige Stromlaufpläne, Klemmenpläne, Schaltschrank-Aufbaupläne und detaillierte Stücklisten mit Original-Herstellerartikelnummern.
5. Wartung & Gesetzliche Vorschriften (BetrSichV / DGUV)
Vierteljährliche, halbjährliche und jährliche Wartungspläne, Kran-Prüfbuch und präventive Instandhaltung.
Gemäß Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und DGUV Vorschrift 52 (bzw. Art. 71 des ital. D.Lgs. 81/08) ist der Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, Arbeits- und Hebezeuge in sicherem Zustand zu halten. Dies erfordert regelmäßige vorbeugende Wartungen und wiederkehrende Prüfungen durch befähigte Personen (Sachkundige) sowie die lückenlose Dokumentation aller Prüfungen, Mängel und Instandsetzungsmaßnahmen im Kran-Prüfbuch.
GCrane empfiehlt Wartungsintervalle in vierteljährlichen, halbjährlichen oder jährlichen Zyklen. Die genaue Frequenz richtet sich nach Schichtbetrieb, Einsatzintensität, Umgebungsbedingungen und FEM-Triebwerksgruppe des Hebezeugs, in Übereinstimmung mit den Herstellerrichtlinien und der Norm DIN ISO 9927-1 (Krane – Inspektionen).
Die vierteljährliche Prüfung umfasst die Sicht- und Maßprüfung des Stahlseils auf Drahtbrüche, Quetschungen, Korrosion und Litzenverformungen nach DIN ISO 4309 (Ablagereife), die Prüfung des Lasthakens auf Rissfreiheit und Hakensicherung, die Seilrollenprüfung, den Funktionstest der Hub- und Senkend-Schalter sowie das Nachziehen der Seilendbefestigungen und Klemmen mit dem Drehmomentschlüssel.
Nach jedem Einsatz füllt der qualifizierte GCrane-Servicetechniker ein detailliertes Prüfprotokoll mit Mehrpunkte-Checkliste aus. Er dokumentiert Befunde, Verschleißmaße, ausgetauschte Teile und den Sicherheitsstatus. Der Bericht wird vom Betriebsverantwortlichen gegengezeichnet und im Prüfbuch des Krans abgeheftet, wo er den Aufsichtsbehörden (Gewerbeaufsicht, Berufsgenossenschaft, bzw. ASL/INAIL) jederzeit prüfbereit vorliegt.
GCrane-Techniker ermitteln mittels Speziallehren und Ultraschallmessgeräten die Spurkranzdicke, das Laufflächenprofil, den Raddurchmesser sowie den Flankenverschleiß des Schienenkopfs. Einseitiger oder übermäßiger Verschleiß weist auf Schiefstellungen der Brücke oder Spurweitenabweichungen der Kranbahn hin, die sofort justiert werden, um Entgleisungsrisiken auszuschließen.
Mittels Fühlerblattlehre wird das Lüftspiel (der Luftspalt) der Elektromagnetbremse gemessen und die Mindestbelagdicke des Reibbelags mit den Herstellertoleranzen abgeglichen. Übersteigt das Lüftspiel den Maximalwert, kann die Bremse nicht mehr sauber lüften oder unter Volllast durchrutschen; das Lüftspiel wird daraufhin präzise nachjustiert oder der Reibbelag erneuert.
Der erste Einlaufölwechsel erfolgt in der Regel nach 200 bis 500 Betriebsstunden. Danach wird bei Verwendung hochwertiger Syntheseöle ein Ölwechsel alle 2 bis 4 Jahre oder nach ca. 10.000 Betriebsstunden empfohlen. Bei Routineprüfungen kontrolliert GCrane den Ölstand, prüft die Magnetschraube auf metallischen Abrieb und begutachtet die Wellendichtringe auf Dichtheit.
Die einwandfreie Funktion der elektronischen Überlastsicherung (Wägezelle im Seilfestpunkt oder Lastmessachse) wird überprüft, indem die Abschaltschwelle (in der Regel auf 105–110 % der Nennlast eingestellt) getestet wird. Es wird sichergestellt, dass die Steuerung bei Überlast das Heben sofort unterbricht und ausschließlich die kontrollierte Senkbewegung freigibt.
Der Gesetzgeber verlangt, dass Wartungen und wiederkehrende Prüfungen ausschließlich von einer qualifizierten „befähigten Person“ (Sachkundigen nach BetrSichV / TRBS 1203 und DGUV Vorschrift 52 bzw. persona competente nach D.Lgs. 81/08) durchgeführt werden. Die Servicetechniker von GCrane besitzen zertifizierte Fachausbildungen, Höhensicherungs- und Hubarbeitsbühnen-Nachweise sowie fundierte kranbautechnische Erfahrung.
Die vorbeugende (präventive) Wartung erfolgt nach festgelegten Plänen und ersetzt Verschleißteile (Öle, Bremsbeläge, Dichtungen, Seile), bevor ein Bauteilversagen eintritt. Sie minimiert ungeplante Anlagenstillstände nahezu auf null. Die reaktive Instandsetzung (Feuerwehr-Reparatur) setzt erst nach einem Schadenseintritt an und verursacht durch Produktionsausfälle und Notreparaturen bis zu fünffach höhere Gesamtkosten.
Bei behördlichen Kontrollen (Gewerbeaufsicht / Berufsgenossenschaft bzw. ATS/INAIL) oder Arbeitsunfällen führt eine fehlende Instandhaltung oder ein mangelhaft geführtes Prüfbuch zu schweren strafrechtlichen Konsequenzen (Freiheitsstrafen oder empfindliche Geldstrafen für Geschäftsführung und Betriebsleiter), zur sofortigen Stilllegung der Krananlage und zum Verlust des gesetzlichen Versicherungsschutzes bzw. Regressansprüchen der Berufsgenossenschaft.
Ja. Alle GCrane-Servicetechniker verfügen über gültige Befähigungsnachweise: PSAgA-Zertifizierung (Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz, Kat. III), Bedienausweise für Hubarbeitsbühnen (IPAF/DGUV Grundsatz 308-008), Brandschutz- und Ersthelferausbildung sowie fundierte Arbeitsschutz-Schulungen für Arbeitsplätze mit erhöhter Gefährdung.
Alle Leistungsklemmen und Schraubverbindungen werden mit dem Drehmomentschlüssel nachgezogen (da Vibrationen zu Lockerungen führen können). Mittels Infrarot-Thermografie werden Schütze, Frequenzumrichter und Hauptschalter auf thermische Überlastung und Heißläufer gescannt. Zudem werden Hilfskontakte und Auslösezeiten aller Not-Halt-Schlagtaster und Reißleinen exakt geprüft.
GCrane führt zunächst eine kostenfreie Bestandsaufnahme des gesamten Kranparks durch (Fabrikate, Seriennummern, Baujahre, Traglasten). Darauf basierend erstellen wir einen festen Terminplan (viertel- oder halbjährlich), eine transparente Pauschale (inklusive Anfahrt, Arbeitszeit und Prüfbericht), Sonderkonditionen für Originalersatzteile sowie priorisierte Reaktionszeiten bei Notfalleinsätzen.
Für Kunden mit Servicevertrag garantiert GCrane eine direkte 24/7-Notruf-Hotline sowie das schnelle Ausrücken vollausgestatteter Werkstattwagen mit gängigen Verschleiß- und Steuerungsteilen. Die Einsatzkräfte erreichen den Einsatzort innerhalb kürzester Zeit, um die Kranverfügbarkeit und den Produktionsbetrieb schnellstmöglich wiederherzustellen.
6. Gesetzliche & Wiederkehrende Prüfungen (UVV)
Erstprüfung (CIVA/INAIL), wiederkehrende UVV-Prüfungen, Lastproben und Mängelbeseitigung für Krananlagen.
Hebezeuge für Güter mit einer Tragfähigkeit von über 200 kg müssen in der Regel jährlich (alle 12 Monate) einer wiederkehrenden gesetzlichen Prüfung unterzogen werden. Je nach Einsatzbereich und Alter der Anlage (z. B. auf Baustellen oder im Mehrschicht-Schwerlastbetrieb) können verkürzte Prüffristen von 6 Monaten oder bei geringerer Beanspruchung zweijährige Intervalle vorgeschrieben sein.
Die erste wiederkehrende Prüfung nach Inbetriebnahme obliegt in Italien der staatlichen Unfallversicherungsanstalt INAIL. Der Betreiber muss die Erstprüfung über das Online-Portal CIVA bei der zuständigen INAIL-Dienststelle vor Ablauf der ersten Prüffrist nach CE-Kennzeichnung beantragen und dabei die dem Hebezeug zugewiesene Registriernummer (Matrikelnummer) angeben.
Wenn die Behörde die Prüfung nicht innerhalb von 45 Tagen nach Antragseingang vornimmt, ist der Betreiber berechtigt, eine zugelassene Prüfstelle (Soggetto Abilitato) zu beauftragen. Dies umfasst akkreditierte Benannte Stellen und Überwachungsorganisationen (wie TÜV, RINA, Apave, DEKRA), die im offiziellen Register des Arbeitsministeriums gelistet sind.
Der Betreiber muss folgende Unterlagen bereithalten: 1) Das Anlagen-Prüfbuch (Kranprüfbuch) mit amtlicher Registriernummer bzw. CIVA-Meldung; 2) Die Betriebs- und Wartungsanleitung des Herstellers; 3) Die CE-Konformitätserklärung; 4) Das Prüf- und Wartungsbuch mit allen unterzeichneten Nachweisen der regelmäßigen (vierteljährlichen) Wartung; 5) Die Protokolle der vorangegangenen Prüfungen; 6) Ggf. den rechnerischen Nachweis der Restlebensdauer (SWP), falls die Anlage älter als 10 bzw. 20 Jahre ist.
Ja, GCrane übernimmt die komplette fachliche Begleitung bei behördlichen und sachverständigen Prüfungen: Ein qualifizierter Kran-Servicetechniker ist vor Ort, bedient die Anlage während der Prüffahrten, öffnet Schaltschränke für elektrische Messungen, stellt zertifizierte Prüflasten bereit und unterstützt den Sachverständigen bei der Protokollierung.
Der Sachverständige vermerkt Beanstandungen im Prüfbericht und setzt eine Frist zur Mängelbeseitigung fest (üblicherweise 30 bis 60 Tage; bei gravierenden Sicherheitsmängeln erfolgt die sofortige Stilllegung). GCrane beseitigt die Mängel umgehend (z. B. Tausch ablegereifer Seile, Reparatur von Endschaltern, Nachrüstung von Schutzabdeckungen) und stellt die offizielle Bestätigung der fachgerechten Instandsetzung für die Behörde aus.
Bei einer Standortverlagerung in eine andere Halle oder bei einem Eigentümerwechsel muss die Änderung der Behörde (z. B. über das CIVA-Portal) innerhalb von 30 Tagen gemeldet werden. Wird der Brückenkran auf einer neuen Kranbahn montiert, ist eine erneute Abnahmeprüfung erforderlich, um die standsichere und vorschriftsmäßige Neuinstallation zu zertifizieren.
Der Sachverständige kann dynamische Lastproben mit 100 % der Nenntragfähigkeit sowie die Funktionsprüfung der Überlastsicherung bei Überschreitung der Nennlast (typischerweise +10 %) verlangen. GCrane stellt hierfür kalibrierte Prüfgewichte und zertifizierte Lastaufnahmemittel direkt am Einsatzort bereit.
Ja. Der Prüfer führt eine Sicht- und Funktionsprüfung der Kranschienen durch. Er kontrolliert den Verschleißzustand der Schienenköpfe, den festen Sitz von Schienenbefestigungen und Laschen, den Zustand der Schienenendanschläge und Puffer sowie das Fehlen von unzulässigen Verformungen oder Rissen an den Kranbahnträgern.
Der Nachweis erfolgt durch den Eintrag der messtechnischen Prüfung mit kalibrierten Gewichten im Kranprüfbuch. Dieser Eintrag wird vom ausführenden Sachkundigen unterzeichnet und durch das Kalibrierzertifikat der Wägezelle bzw. des elektronischen Lastmesssystems ergänzt.
Der Prüfer kontrolliert die eindeutige und dauerhafte Kennzeichnung der Richtungssymbole, die mechanische Unversehrtheit des Gehäuses, das einwandfreie Ansprechen des Not-Halt-Schalters sowie die automatische Zwangsabschaltung aller Antriebe bei Funkabriss oder ausgeschaltetem Sender.
Sofern die Tragfähigkeit über 200 kg liegt und mindestens eine Achse motorisch angetrieben ist (z. B. elektrischer Hub), unterliegt die Anlage der vollen gesetzlichen Prüfpflicht mit jährlichem Prüfintervall. Rein manuell bediente Schwenkkrane (z. B. mit Handkettenzug und Handschwenkwerk) sind von der behördlichen Meldepflicht ausgenommen, müssen jedoch gemäß Betriebssicherheitsverordnung / UVV regelmäßig durch einen Sachkundigen geprüft und gewartet werden.
Die Prüfberichte und Abnahmeprotokolle müssen dem Kranprüfbuch beigefügt und über die gesamte Lebensdauer der Krananlage aufbewahrt werden. Sie sind den zuständigen Aufsichtsbehörden und Sachverständigen bei jedem Kontrollbesuch lückenlos vorzulegen.
Der Betrieb von Hebezeugen ohne gültige wiederkehrende Prüfung stellt einen schwerwiegenden Verstoß gegen Arbeitsschutzvorschriften dar. Neben empfindlichen Bußgeldern für den Arbeitgeber droht die sofortige behördliche Stilllegung der Krananlage. Im Schadensfall haften Geschäftsführung und Betriebsleitung persönlich, und der Versicherungsschutz kann entfallen.
Der Verkäufer muss die Konformität mit den geltenden Sicherheitsanforderungen nachweisen (CE-Konformitätserklärung bzw. Konformitätsbescheinigung). Zudem müssen das vollständige Kranprüfbuch mit der Historie aller wiederkehrenden Prüfungen und Wartungen sowie – bei Anlagen ab 20 Jahren – ein gültiges Gutachten zur Restlebensdauer (SWP) übergeben werden. Vor der Wiederinbetriebnahme am neuen Standort ist eine Sachverständigen-Erstprüfung erforderlich.
7. Restlebensdauer & Generalüberholung (SWP)
Zerstörungsfreie Prüfung (ZfP), SWP-Restlebensdauerberechnung nach FEM 9.755 und zertifiziertes Ingenieurgutachten.
Die 20-Jahre-Sonderprüfung (im italienischen Recht als 'Indagine Ventennale' gemäß D.M. 11/04/2011 geregelt; nach FEM 9.755 / ISO 9927-1 als Generalüberholung) ist ein umfassendes ingenieurtechnisches Gutachten zur Aufdeckung von Materialermüdung, Rissen und versteckten Schäden. Sie ist spätestens nach 20 Betriebsjahren oder nach Erreichen der theoretischen Bemessungslebensdauer der FEM-Triebwerksgruppe zwingend vorgeschrieben.
Die SWP-Berechnung ist ein genormtes Rechenverfahren (nach ISO 12482, FEM 9.755 und ISO 9927-1), das den prozentualen Anteil der verbleibenden sicheren Betriebsdauer für Hubwerke und Tragwerk ermittelt. Sie basiert auf der ursprünglichen FEM/ISO-Einstufung (Triebwerksgruppe), den geleisteten Betriebsstunden und dem tatsächlichen Lastkollektiv (Belastungsspektrum) über die bisherige Nutzungsdauer.
Die wesentlichen Regelwerke sind die ISO 9927-1 (Krane – Inspektionen), ISO 12482 (Überwachung des Betriebs von Kranen / Ermittlung der Restlebensdauer), FEM 9.755 (Maßnahmen zum Erreichen sicherer Betriebsperioden bei Serienhebezeugen) sowie FEM 1.001 und EN 13001 für Tragwerksberechnungen.
Das Sonderprüfgutachten muss von einem qualifizierten, behördlich zugelassenen Fachingenieur bzw. öffentlich bestellten Sachverständigen für Krantechnik und Stahlbau erstellt und unterschrieben werden. GCrane verfügt über eigene zertifizierte Statik- und Kranbau-Ingenieure für rechtssichere Gutachten.
Zertifizierte Prüfer nach DIN EN ISO 9712 (Stufe 2) führen folgende ZfP-Verfahren durch: 1) Sichtprüfung (VT) aller Tragwerksstrukturen; 2) Magnetpulverprüfung (MT) an hochbeanspruchten Schweißnähten von Haupt- und Kopfträgern zur Risserkennung; 3) Farbeindringprüfung (PT) an nichtmagnetischen Bauteilen; 4) Ultraschallprüfung (UT) an Radachsen, Getriebewellen und dem Lasthakenschaft.
Nein, in den allermeisten Fällen erfolgt die Sonderprüfung direkt auf der Kranbahn und am aufgeständerten Kran über Arbeitsbühnen oder Steiger, ohne dass die Hauptträger abgelassen werden müssen. Lediglich sicherheitskritische Einzelteile (wie Hakenbolzen, Achsen oder Bremsbaugruppen) werden gezielt zur detaillierten ZfP-Prüfung ausgebaut.
Fehlen elektronische Lastdatenlogger oder Betriebsstundenzähler, ermittelt der GCrane-Fachingenieur die Beanspruchungshistorie über eine fundierte technische Betriebsbefragung der Produktionsleitung. Dabei werden konservative Sicherheitsbeiwerte nach anerkannten Berechnungsrichtlinien angesetzt, um das Lastkollektiv Km und die jährlichen Volllaststunden zuverlässig zu rekonstruieren.
Ist der theoretische Nutzungsvorrat erschöpft, darf das Hebezeug in diesem Zustand nicht weiterbetrieben werden. Der Gutachter legt verbindliche Sanierungsmaßnahmen fest (z. B. Generalüberholung oder Austausch des Hubwerks, Tausch von Getriebestufen, Verstärkung von Schweißnähten). Nach fachgerechter Ausführung und Abnahme erhält die Anlage eine neue zertifizierte Restnutzungsdauer (z. B. weitere 10 Jahre).
Basierend auf den statischen Ermüdungsberechnungen, dem Zustand aus den ZfP-Prüfungen und den durchgeführten Instandsetzungsmaßnahmen legt der Ingenieur den sicheren Betriebszeitraum fest. Dieser beträgt in der Regel zwischen 5 und 10 Jahren, nach deren Ablauf eine erneute Zwischenprüfung fällig wird.
Die Prüfung umfasst die gesamte Anlage: das Stahltragwerk (Hauptträger, Kopfträger, Knotenbleche, Schraub- und Schweißverbindungen) sowie alle sicherheitskritischen mechanischen Triebwerksteile (Seiltrommel, Trommelwelle, Hubgetriebe, Lasthaken samt Hakenschaftgewinde, Laufräder und Lager).
Schwerpunkte der Inspektion sind Zonen maximaler Spannungskonzentrationen: die Trägermitte bei maximalem Biegemoment, Anschlüsse von Innenschotten und Steifen, die Schweißknoten zu den Kopfträgern sowie die Untergurte im Laufbereich der Katzenräder. Mittels Magnetpulver- und Farbeindringprüfung wird die Schweißnahtstruktur lückenlos auf Ermüdungsanrisse untersucht.
Eine hohe FEM-Einstufung (z. B. FEM 3m oder 4m / ISO M6 bis M8) bedeutet, dass das Hubwerk für 25.000 bis 50.000 Volllaststunden unter schwerer Beanspruchung ausgelegt wurde. Bei nur gelegentlichem oder mittelschwerem Betrieb verbleibt rechnerisch ein deutlich größeres Restlebensdauer-Polster als bei einem für leichten Einsatz konzipierten Hebezeug (z. B. FEM 1Am).
Ja. Nach Vollendung des 20. Betriebsjahres verlangt der Sachverständige bei der wiederkehrenden Prüfung zwingend die Vorlage des Sonderprüfgutachtens zur Restlebensdauer. Liegt kein gültiges Gutachten vor, wird die Prüfplakette verweigert und die Krananlage muss behördlich stillgelegt werden.
Ja. Unsere zugelassenen Fachingenieure erstellen auf Wunsch gerichtlich beeidigte und notariell beglaubigte Sachverständigengutachten, die volle Rechtsgültigkeit für Gerichtsverfahren, Versicherungsfälle oder Wertermittlungen bei Anlagenverkäufen besitzen.
Die Vor-Ort-Aufnahme mit zerstörungsfreien Prüfungen (ZfP) nimmt in der Regel einen Arbeitstag pro Krananlage in Anspruch. Die statische Berechnung, Ermüdungsanalyse und Ausarbeitung des testierten Gutachtens erfolgt innerhalb von 7 bis 10 Werktagen nach Abschluss der Messungen.
8. Revamping & Kran-Modernisierung
Traglaststeigerung, Spannweitenanpassung, Geschwindigkeitsoptimierung, Umrüstung auf Frequenzumrichter und CE-Kennzeichnung.
Eine Teilmodernisierung umfasst den gezielten Austausch einzelner Komponenten (z. B. Einbau einer Funkfernsteuerung oder Umrüstung des Fahrantriebs auf Frequenzumrichter). Ein Voll-Revamping hingegen ist eine grundlegende Rundumerneuerung: Es behält das primäre Stahltragwerk bei, ersetzt jedoch Katze, Hubwerk, motorisierte Kopfträger und die komplette Elektrik vollständig – inklusive statischer Neuberechnung und neuer CE-Kennzeichnung.
Ja, in vielen Fällen ist eine Traglaststeigerung technisch machbar. Unsere Statiker führen einen statischen Nachweis der Hauptträger und Schweißnähte nach EN 13001 durch. Sofern erforderlich, werden die Träger durch aufgeschweißte Unter- oder Obergurte verstärkt, ein neues Hubwerk höherer Traglast montiert und die statische Tragfähigkeit der Hallenkranbahn sowie der Hallenstützen nachgewiesen.
Erforderlich sind die Biegemoment- und Querkraftnachweise der Kranträger nach EN 13001, der Nachweis der Beulsicherheit von Hohlkastenträger-Stegen, Ermüdungsfestigkeitsnachweise der Schweißknotenpunkte sowie die Berechnung der erhöhten Radlasten auf Kopfträger und Kranbahnschienen.
Ja. Bei einer Hallenverlegung mit abweichender Spurweite kürzt GCrane die Kastenträger präzise ein oder verlängert sie durch das Einsetzen eines passgenauen Zwischenstücks mit geschraubten Flanschverbindungen oder volldurchgeschweißten Stößen, die zu 100 % ultraschallgeprüft werden.
Revamping lohnt sich insbesondere dann, wenn das bestehende Stahltragwerk in einwandfreiem Zustand ist. Durch die Weiterverwendung des Trägers lassen sich 40 % bis 60 % der Kosten einer Neuanschaffung einsparen. Zudem entfallen die aufwendigen und teuren Schwertransporte für überlange Brückenträger sowie lange Lieferzeiten.
Das Steuerpult in der Krankabine wird stillgelegt bzw. demontiert und im Schaltschrank ein moderner Industrie-Funkempfänger mit zertifizierten Sicherheitsrelais installiert. Der Kranführer kann die Last nun flexibel und mit optimaler Sicht vom Hallenboden aus steuern, was die Sicherheit erhöht und Personalkosten für einen separaten Kranführer einspart.
Der alte, schwere und laute Hubwerksaufbau wird durch einen kompakten Hochleistungs-Seilzug der neuesten Generation ersetzt. Dieser verfügt über Frequenzumrichtersteuerung für stufenloses Beschleunigen, verschleißarme Schnellansprechbremsen, gehärtete Seiltrommeln und elektronische Hubendschalter. Dies optimiert das Eigengewicht und vergrößert die nutzbare Hakenhöhe.
Durch den Einsatz von Seilzügen mit niedriger Bauhöhe (Kurzkatzen) und optimierten Kopfträgern kann der Lasthaken wesentlich näher an die Hallenwände und Hallenenden heranfahren. Dadurch werden tote Winkel minimiert und die effektiv nutzbare Lager- und Arbeitsfläche in der Halle spürbar vergrößert.
Führt der Umbau zu einer wesentlichen Veränderung im Sinne der Maschinenrichtlinie (z. B. Erhöhung der Nenntragfähigkeit, Geschwindigkeitssteigerung oder Änderung der Sicherheitskreise), muss eine neue Konformitätsbewertung erfolgen. GCrane erstellt die aktualisierte Risikobeurteilung, die technische Dokumentation und stellt eine neue CE-Konformitätserklärung aus.
Hocheffiziente Elektromotoren der Klassen IE3/IE4 in Verbindung mit Frequenzumrichtern senken Anlaufstromspitzen um bis zu 70 %. Dies reduziert den Gesamtstromverbrauch deutlich, schont mechanische Getriebebauteile und ermöglicht oft eine Reduzierung der vertraglich bereitgestellten Anschlussleistung.
Ja. Unsere universellen optischen oder laserbasierten Distanz-Kollisionsschutzsysteme lassen sich an jedem Kran beliebigen Baujahrs und Fabrikats nachrüsten. Die Sensoren werden in die Sicherheitsstromkreise der Katz- und Kranfahrt integriert, um einen Zusammenstoß von Kranen auf derselben Kranbahn zuverlässig zu verhindern.
Durch umfassende Vorfertigung und Werkstestung aller Komponenten vor Montagebeginn wird der Anlagenstillstand vor Ort auf typischerweise 2 bis 4 Arbeitstage minimiert. Umbauten werden häufig über Wochenenden oder Werksferien durchgeführt, um laufende Produktionsprozesse nicht zu stören.
Ja. Nach Abschluss der Arbeiten übergeben wir eine vollständige technische Dokumentation: überarbeitete Betriebsanleitung, As-Built-Schaltpläne, das statische Nachweisgutachten sowie die Protokolle der durchgeführten Last- und Funktionsprüfungen mit geeichten Prüflasten.
Veraltete und berührungsgefährliche offene Schleifdrähte werden durch berührungsgeschützte Sicherheits-Schleifleitungen (Schutzart IP23) oder moderne Schleppkabelanlagen mit C-Schienen und kugelgelagerten Leitungswagen ersetzt. Dies verhindert Spannungsabfälle, Funkenbildung und elektrische Gefährdungen.
GCrane prüft auf Wunsch die Inzahlungnahme des Altgeräts oder übernimmt die fach- und umweltgerechte Entsorgung inklusive Ausstellung des gesetzlichen Entsorgungsnachweises.
9. Ersatzteile & CNC-Fertigung
Schnelle Ersatzteilbeschaffung, Hubseile nach ISO 4309, Bremsen, Laufräder und CNC-Sonderfertigung von Auslaufteilen.
Wir bevorraten ein breites Sortiment an verschleißkritischen Ersatzteilen: verzinkte Hubseile verschiedener Durchmesser und Konstruktionen, Seilführungen, Drehhaken komplett mit Hakensicherung, Bremsbeläge und Bremsscheiben, Magnetspulen für Bremslüfter, Schütze, Frequenzumrichter, Hängetaster, Funkfernsteuerungen sowie Gummi- und Polyurethanpuffer.
Es genügt, Fotos des Bauteils und wesentliche Maße (z. B. Wellendurchmesser, Zahnradzähnezahl, Modul, Kettenteilung) an unseren technischen Support zu senden. Unsere Ingenieure identifizieren das Originalteil oder ermitteln ein zu 100 % maß- und funktionskompatibles modernes Austauschteil.
Ist ein Originalteil herstellerseitig abgekündigt, konstruiert und fertigt unsere CNC-Präzisionsfertigung das Bauteil nach Muster oder Zeichnung passgenau nach – darunter Laufräder, Seilrollen, Seiltrommeln, Keilwellen, Getrieberäder und Spezialbuchsen.
Laufräder werden auf modernen CNC-Drehmaschinen aus legiertem Vergütungsstahl (z. B. 42CrMo4 oder C45) präzisionsgedreht. Zur Erzielung höchster Verschleißfestigkeit gegen Abrieb und Schienenkontakt werden Laufflächen und Spurkränze induktionsgehärtet, sodass Oberflächenhärten von 50 bis 55 HRC erreicht werden.
Nach DIN EN ISO 4309 ist ein Hubseil unverzüglich abzulegen bei: Erreichen der zulässigen Drahtbruchzahlen auf festgelegten Bezugslängen, Drahtbrüchen in der Nähe der Seilendbefestigung, Minderung des Seildurchmessers um mehr als 7–10 % infolge von Verschleiß oder Innenkorrosion sowie Verformungen wie Kinken, Klanken, Korbbildung oder Quetschungen.
Das Wechselintervall richtet sich nach den Schalthäufigkeiten pro Stunde. Bei den regelmäßigen Prüfungen wird die Restbelagstärke gemessen: Sobald der Reibbelag auf ca. 1,5 bis 2 mm (oder auf das vom Hersteller definierte Verschleißmaß) abgenutzt ist, müssen Beläge bzw. Bremsscheiben getauscht werden, um ein metallisches Einschneiden in den Bremskörper zu verhindern.
Ja, wir liefern Original- oder vollkommen austauschbare Qualitätsersatzteile für renommierte Marken wie Demag, Donati, Stahl CraneSystems, Konecranes, Verlinde, Abus, GH Cranes, Misia, OMIS und weitere Fabrikate bei voller Garantie auf Maßhaltigkeit und Leistung.
Der Lasthaken muss abgelegt werden, wenn die Hakenmaulöffnung das Nennmaß um mehr als 10 % überschreitet oder wenn die Steghöhe im Hakenmaulgrund durch Verschleiß um mehr als 5 % abgenommen hat. Lasthaken mit Rissen, plastischen Verformungen oder unzulässigen Schweißreparaturen müssen sofort verschrottet werden.
Wir liefern thixotrope, kriechfähige Spezial-Seilschmierstoffe mit Korrosionsschutzadditiven, die nicht abtropfen und Schmutzanhaftungen minimieren, sowie synthetische Industriegetriebeöle mit Hochdruckzusätzen (EP) gemäß ISO VG 220, 320 und 460.
Bei anlagenstilllegenden Notfällen aktiviert GCrane ein Express-Notfallverfahren: Lagerhaltige Komponenten werden taggleich per Direktkurier versandt oder durch unsere mobilen Servicetechniker direkt zum Kunden geliefert, um Ausfallzeiten auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.
Ja, wir führen verzinkte und Edelstahlschienen im C-Profil (30x32 mm und größer), Schienenverbinder, Wand- und Deckenhalterungen, kugelgelagerte Leitungswagen aus Polyamid oder Aluminium sowie hochflexible Flachleitungen als Meterware.
Jedes in unserer Präzisionswerkstatt nachgefertigte Bauteil durchläuft eine 3D-Koordinatenmessung mit Messprotokoll und wird mit einem Werksabnahmezeugnis 3.1 nach DIN EN 10204 ausgeliefert, das chemische Zusammensetzung, Zugfestigkeit und Härtewerte lückenlos belegt.
Ja. Wir liefern Ersatz-Handsender, die exakt auf die Funkfrequenz und die individuelle Adressierung des bestehenden Kranempfängers vorkonfiguriert sind. Nach Einlegen des Akkus bzw. Pairing ist der Sender ohne Eingriff in den Schaltschrank sofort betriebsbereit.
Das Hubseil muss drallfrei von der Spule abgewickelt werden, indem die Haspel drehbar auf einer horizontalen Achse gelagert wird. Beim erstmaligen Aufwickeln auf die Seiltrommel ist eine kontinuierliche Vorspannung erforderlich, um ein Einquetschen der Seillagen zu verhindern. Zudem müssen Seilführung und Seilklemmung vorschriftsmäßig eingestellt werden.
Bauteile ohne Hebezeug-Zulassung (z. B. einfache Standardschrauben oder Billiglager) sind nicht für die zyklischen dynamischen Last- und Wechselbiegebeanspruchungen im Kranbau ausgelegt. Ein plötzlicher Dauerbruch kann zum Lastabsturz führen, gefährdet Menschenleben und führt zum sofortigen Erlöschen von CE-Konformität und Versicherungsschutz.
10. Lastaufnahmemittel & Krantraversen
Starre und teleskopierbare Krantraversen, Anschlagmittel, Lasthebemagnete, statische Auslegung und Lastproben.
GCrane projektiert und zertifiziert das gesamte Spektrum an Lasttraversen: starre Balkentraversen mit festen Anschlagpunkten, verstellbare Teleskoptraversen, H-Traversen mit 4 Anschlagpunkten für großflächige Lasten, Rahmentraversen, Traversen mit verstellbarer Aufhängung zur Schwerpunktkompensation sowie Spezial-Containertraversen (Spreader).
Die Auslegung erfolgt strikt nach der harmonisierten Norm DIN EN 13155. Mittels FEM-Strukturanalyse werden Biegung, Schub und Torsion nachgewiesen. Der statische Sicherheitsbeiwert gegen Fließen liegt bei mindestens 2 bzw. gegen Bruch bei mindestens 3, während die Durchbiegung unter Nennlast streng auf maximal 1/1000 der Stützweite begrenzt wird.
Ja. Gemäß europäischer Maschinenrichtlinie 2006/42/EG gelten alle zwischen Kranhaken und Last angeordneten abnehmbaren Einrichtungen als Lastaufnahmemittel. Sie erfordern eine eigenständige CE-Kennzeichnung, ein dauerhaftes Typenschild mit Tragfähigkeitsangabe, eine EG-Konformitätserklärung sowie eine vollständige Betriebsanleitung.
Maßgeblich ist die harmonisierte Norm DIN EN 13155 (Krane – Sicherheit – Lose Lastaufnahmemittel). Sie definiert Sicherheitsanforderungen und Prüfverfahren für Traversen, Zangen, Greifer, C-Haken, Lasthebemagnete und Vakuumheber.
Gemäß Betriebssicherheitsverordnung und berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (DGUV Regel 109-017 / D.Lgs 81/08) müssen Anschlagmittel (Kettengehänge, Hebebänder, Rundschlingen) mindestens einmal jährlich durch eine befähigte Person geprüft werden. Bei hoher Beanspruchung sind kürzere Intervalle (z. B. vierteljährlich) vorgeschrieben. Die Prüfergebnisse sind im Anschlagmittel-Prüfbuch zu dokumentieren.
Elektropermanent-Magnete nutzen einen kurzen Stromimpuls lediglich zum Umpolen und Aktivieren/Deaktivieren der internen Neodym-Dauermagnete. Im Betrieb wird kein elektrischer Strom benötigt. Dadurch bleibt die volle Magnetkraft auch bei einem Stromausfall oder Kabelabriss unbegrenzt erhalten – ein Lastabsturz durch Stromausfall ist physikalisch ausgeschlossen.
Ja. Jede von GCrane hergestellte Traverse wird vor Auslieferung gemäß DIN EN 13155 einer werkseitigen statischen Lastprobe mit mindestens 150 % der Nenntragfähigkeit unterzogen. Der erfolgreiche Test wird in einem offiziellen Werksprüfzeugnis bescheinigt.
Ja. Wir konstruieren maßgeschneiderte Sonderhebetraversen für Maschinenteile, Großbleche, Presswerkzeuge, Turbinenrotoren oder Fertigteile. Die Traversen werden mit verstellbaren Anschlagpunkten, oberflächenschonenden Polyurethan- oder Bronzeauflagen und bei Bedarf mit elektronischen Neigungssensoren ausgestattet.
Kontrolliert werden: Gliedlängung (Ablegereife bei Längung > 5 % eines Kettenglieds), Abnahme der Nenndicke durch Verschleiß (Ablegereife bei Drahtminderung > 10 %), Risse, Kerben, Verbiegungen sowie Leichtgängigkeit und Funktion der Hakensicherungen an den Lasthaken.
Textile Anschlagmittel müssen sofort ausgesondert werden bei: Kanten- oder Längseinschnitten, Scheuerstellen, Beschädigung der tragenden Nähte, Hitzeschäden, Verätzung durch Säuren oder Laugen sowie fehlendem oder unlesbarem Tragfähigkeits-Kennzeichnungsetikett (der Einsatz von Hebebändern ohne intaktes Kennzeichnungslabel ist strikt verboten).
Nein. Die Maschinenrichtlinie stellt die Eigenherstellung für betriebliche Zwecke dem gewerblichen Inverkehrbringen rechtlich gleich. Wer ein Lastaufnahmemittel für den Eigenbedarf fertigt, wird juristisch zum Hersteller: Er muss eine statische Berechnung, Risikobeurteilung und Lastprobe durchführen, eine Betriebsanleitung erstellen und das CE-Zeichen anbringen. Die Nutzung unzertifizierter Eigenbauten birgt existenzielle straf- und haftungsrechtliche Risiken.
Die Auslegung berücksichtigt den Neigungswinkel der Anschlagmittel zur Vertikalen (der die Zugkräfte drastisch erhöht) sowie dynamische Schwingbeiwerte. Wirbelbare Lastböcke von GCrane sind unter Last um 360° drehbar und um 180° schwenkbar, gefertigt aus hochfestem Vergütungsstahl, um ein unbeabsichtigtes Aufdrehen bei Schrägzug zuverlässig auszuschließen.
Blechhebeklemmen arbeiten mit gehärteten, verzahnten Klemmbacken nach dem Keilprinzip (die Klemmkraft wächst proportional mit dem Eigengewicht der Last) und verfügen über einen Sicherheitsarretierungshebel mit Federvorspannung, der die Klemme auch beim Absetzen der Last oder bei Entlastung sicher geschlossen hält.
Ja. Wir verfügen über kalibrierte hydraulische Zugprüfstände und geeichte Prüfgewichte, um wiederkehrende Prüfungen und Belastungstests an Traversen, Zangen und Anschlagmitteln durchzuführen und offizielle Prüfbescheinigungen zur Konformitätsverlängerung auszustellen.
Unsere Konstruktionsabteilung analysiert die 3D-Geometrie des Hebeguts, die exakte Schwerpunktlage, Durchbiegungsgrenzen und zulässige Anschlagpunkte. Darauf basierend wird die Kinematik der Traverse optimiert, um eine exakt waagerechte Lastaufnahme ohne unerwünschte Verbiegungen oder Oberflächenbeschädigungen des Bauteils zu gewährleisten.
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